Hundebegegnungen an der Leine

"Die Leine, es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen, der eine bevorzugt das lange Format (3, 5, 10 Meter oder noch länger), der nächste ehr eine kurze Leine (1,5, 1 oder sogar 0,5 Meter). Darüberhinaus ist die Wahl des Materials (Nylon, Leder, Biothane® oder Flexileine) als auch die Form (rund oder breit) bei einem äußerst großem Angebot nicht unbedingt einfach. Zusätzlich ist sehr häufig die Umgebung, in dem der jeweilige Hund an der Leine geführt wird von Bedeutung. Hier eine kleine Auswahl: an der Hauptverkehrsstraße, in Wald und Flur, im Park oder in der Einkaufspassage. Weiterführend sollte auch der Hintergrund, warum ein Hund an der Leine geführt wird nicht außer Acht gelassen werden. Gründe hierfür gibt es viele: die Hündin ist läufig, der Hund ist jagdlich motiviert und  - noch nicht- abrufbar, der Hund ist krank, der Hund ist erst seit kurzen in seinem neuen Zuhause und noch ängstlich (z. B. Tierschutzhunde) und würde bei lauten Geräuschen weglaufen. 

Auf den Punkt gebracht dient die Leine dazu, den eigenen Hund zu sichern.

Das Thema Leine löst nicht allzuoft erhebliche Debatten unter Hundehaltern aus. Denn das Wort „Leine“ selbst wird von vielen Hundehaltern sehr häufig negativ besetzt, da es den Hund einschränkt“. Oftmals sind es Missverständnisse oder Unwissenheit, zu Auseinandersetzungen führen.

Die Frage ist doch: „Wie reagierte ich wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin und mir ein anderer Hund angeleint entgegen kommt“?

Vorwürfe wie, der arme Hund muss doch auch mal seinen Spaß haben, das ist Tierquälerei, wenn er sich nicht frei bewegen kann, warum darf der nicht spielen? Tut der was? -meiner ist ganz lieb, sind da kein Einzelfall.

So kann es passieren, das ein gut gemeinter Rat nicht selten in einem Streit enden kann. Die Hunde ebenfalls die negativen Emotionen der Hundehalter spüren und ebenfalls emotional aufgeladen aus der Situation gehen.

Bitte beachtet: Nicht nur ein freilaufender Hund kann glücklich sein. Es gibt viele Wege, um seinen Hund auch geistig auszulasten. Die körperliche Auslastung über Bewegung ist nur die eine Seite der Medaille, die andere beinhaltet auch geistige Beschäftigung für den Hund.

Fazit: Vergessen wir doch einfach einmal die Vorurteile, und akzeptieren den anderen so wie er ist. Jeder Hundehalter hat einen Grund, seinen Hund an der Leine zu führen und nicht frei laufen zulassen, denn jeder Mensch und auch jeder Hund ist ein Individuum. Bedenken Sie, die Begegnung, die wir in dem jeweiligen Moment haben, ist nur einen Momentaufnahme. Akzeptieren wir es doch einfach. Wenn Ihnen zukünftig ein angeleinter Hund entgegenkommt, denken Sie daran und nehmen ihren Hund auch an die Leine, gehen ein Stück an die Seite und lassen Sie Ihn passieren. Der entgegenkommende Hundehalter und dessen Hund werden es Ihnen danken! Es trägt zu einem angenehmen Miteinander bei, dem anderen mit Respekt zu begegnen.

Hier eine Buchempfehlung die sich damit beschäftigt, Was unseren Umgang mit Hunden bestimmt: „Das andere Ende der Leine“ von Patricia B. McConnell"

© Anika Damouche, Kösters Hundewelt 

Wir bedanken uns bei unserem Mitglied Anika Damouche für das Verfassen und Überlassen von diesem Beitrag.